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Medienmitteilung 16. Mai 2019

Heiko Hendriks zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes:

"Beitrag der Heimatvertriebenen zeugt von Weitblick und Willen zur europäischen Aussöhnung"

Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Zum 70. Jubiläum und damit zum Gründungstag der Bundesrepublik Deutschland erklärt der Landesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen Heiko Hendriks:

„Was nur ein Provisorium sein sollte, feiert heute seinen 70. Geburtstag: Das Grundgesetz als Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland. Dass dieses Provisorium so lange überdauert und selbst nach der deutschen Wiedervereinigung seinen Namen behalten hat, zeugt einerseits von dem Weitblick seiner Mütter und Väter und andererseits von ihrer Fähigkeit, bei aller Regelungsnotwendigkeit genügend Raum zur Fortentwicklung zu belassen. Dies war eine entscheidende Leistung, zu der auch namhafte Persönlichkeiten aus den damaligen deutschen Ostgebieten beigetragen haben.

Darunter waren auch zwei Persönlichkeiten aus der nordrhein-westfälischen Partnerregion Oberschlesien. Der Sozialdemokrat Willibald Mücke (*28.08.1904 in Buchenhöh, Landkreis Groß Strehlitz) ging bei seiner Arbeit im Parlamentarischen Rat von einer Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen aus und setzte sich stark dafür ein, dem Bund eine umfassende Gesetzgebung im Bereich der Vertriebenen und Flüchtlinge zu geben. Auf ihn geht auch die in Art. 3 Abs. III GG enthaltene Wendung zurück, dass niemand "wegen seiner Heimat und Herkunft" benachteiligt werden darf. Sein oberschlesischer Landsmann und späterer Vizekanzler Hans-Christoph Seebohm (*04.08.1903 in Emanuelssegen, Landkreis Pleß) entwickelte schon damals gedanklich, aufbauend auf der Idee des Föderalismus, den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Errichtung eines europäischen Staatenbundes. Für ihn war nicht mehr die Verschiebung der Grenzen, sondern deren Aufhebung das Ziel. Damit skizzierte der Christdemokrat schon damals eine Vision von einem geeinten Europa. Wenn wir den 70. Geburtstag unserer Bundesrepublik feiern, möchten wir als OMV der CDU Nordrhein-Westfalen die Gelegenheit nutzen, an die deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge zu erinnern und ihnen herzlich zu danken. Schon kurze Zeit nach den traumatischen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Heimatverlust haben sie den Blick nach vorne gerichtet. Sie haben nicht nur beim Wiederaufbau unseres zerrütteten Landes mitgeholfen, sondern Weitsicht bewiesen. Nach ihren schrecklichen Erfahrungen erkannten sie schnell, dass der Weg aus den durch Nationalismen entstandenen Konflikten und Kriegen der vergangenen Jahrhunderte hin zur Aussöhnung der Völker nur durch ein vereintes Europa führt. Was damals nur eine Vision und Sehnsucht Vieler war, hat Helmut Kohl, wie kaum ein anderer Politiker, gemeinsam mit unseren Nachbarn zur Realität werden lassen: Die Europäische Union. Auch heute brauchen wir die Weitsicht der Leute von damals.

Wenn am 26. Mai 2019 die Europäer ihre politischen Vertreter in Brüssel und Straßburg neu wählen, sollten sie stets auch daran denken, dass es darum geht, das Erbe dieser Menschen und das europäische Friedensprojekt gegen diejenigen Kräfte zu verteidigen, die nur ins Parlament aufbegehren, um unser Europa zu zerstören.“ Hintergrund: Im Juni 1948 überreichten daher die Westalliierten den westdeutschen Ministerpräsidenten die "Londoner Empfehlungen". Damit waren die Weichen für einen westdeutschen Teilstaat gestellt. Am 1. September 1948 traten in Bonn 65 Frauen und Männer zum "Parlamentarischen Rat" zusammen um das Grundgesetz zu erarbeiten. Aus den deutschen Ostprovinzen, die nach 1945 unter polnische Verwaltung gestellt wurden, waren zwei Oberschlesier dabei. Das Land Nordrhein-Westfalen hat 1964 eine Patenschaft über die Landsmannschaft der Oberschlesier und die in der Bundesrepublik lebenden Oberschlesien übernommen. Zusätzlich besteht seit 2000 eine Partnerschaft mit der oberschlesischen Woiwodschaft Schlesien. Insgesamt stammten sieben Mitglieder des Parlamentarischen Rates aus den deutschen Ostprovinzen: 1. Gerhard Kroll (Breslau, Niederschlesien) 2. Hermann Runge (Konradsthal, Niederschlesien) 3. Paul Löbe (Liegnitz, Niederschlesien) 4. Willibald Mücke (Buchenhöh/Groß Strehlitz, Oberschlesien) 5. Hans-Christophn Seebohm (Emanuelssegen/Pleß, Oberschlesien) 6. Rudolf Katz (Falkenburg, Pommern) 7. Max Reimann (Elbing, Westpreußen)

Medienmitteilung 20. Februar 2019

OMV NRW zur Neubewertung rentenrechtlicher Ansprüche von Spätaussiedlern:

Der Ball liegt in der Hälfte von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil

Am 15. Februar 2019 wurde im Bundesrat der Entschließungsantrag des Freistaates Bayern mehrheitlich angenommen, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die rentenrechtlichen Vorgaben bei Spätaussiedlern neu zu bewerten. Hierzu erklärt der Landesvorstand der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen nach seiner Landesvorstandssitzung:

„Die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen begrüßt den Beschluss des Bundesrates vom 15. Februar 2019, die Bundesregierung aufzufordern, rentenrechtliche Vorgaben bei Spätaussiedlern neu zu bewerten. Mit der Zustimmung zum Entschließungsantrag des Freistaates Bayern wurde auch ein Parteitagsbeschluss der CDU Nordrhein-Westfalen umgesetzt, den die OMV der CDU Nordrhein-Westfalen initiiert hatte. Darin wurde die Mutterpartei aufgefordert, sich für eine verbesserte Anrechnung der im Herkunftsland erworbenen Rentenansprüche einzusetzen. Dies haben wir mit Hinblick auf drohende Altersarmut bei Spätaussiedlern getan.

Mit der Kappung der maximalen Entgeltpunkte aus Zeiten nach dem Fremdrentengesetz (FRG) ist eine Situation entstanden, in der viele Betroffene eine Rente unter Grundsicherungsniveau bekommen. Diese Benachteiligung zu beseitigen ist schon länger Ziel der OMV der CDU Nordrhein-Westfalen. Deshalb war es für uns ein Meilenstein, dass sich die Unionsparteien in ihrem Regierungsprogramm 2017 unmissverständlich dazu bekannt haben, die Benachteiligungen deutscher Spätaussiedler im Rentenrecht zu beseitigen. Nachdem die Formulierungen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD für uns nicht befriedigend waren, ist der jetzige Beschluss des Bundesrates ein klarer Arbeitsauftrag an das SPD-geführte Ministerium für Arbeit und Soziales. Bundesminister Hubertus Heil sollte sich mit Nachdruck um eine Lösung bemühen. Vorschläge für eine solche Lösung liegen bereits auf dem Tisch und wurden vom Bund der Vertriebenen entwickelt. Auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat sich hierzu Gedanken gemacht. Daher sollte es möglich sein, im Sinne der Betroffenen einen vertretbaren Vorschlag zu erarbeiten und spätestens bis zum Ende der Legislatur umzusetzen.“ Hintergrund: Die Altersarmut der Spätaussiedler hat im Wesentlichen ihre Ursachen in den Änderungen des Fremdrentengesetzes (FRG) der 1990-er Jahre. Insbesondere die zum 6.5.1996 eingeführte Deckelung der Anzahl der Entgeltpunkte (EP) aus FRG-Zeiten auf 25 EP bzw. 40 EP (§ 22b FRG) sowie die Einführung des Faktors 0,6 (§ 22 Abs. 4 FRG) bei einem Rentenbeginn ab 1.10.1996 nach dem Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz vom 25.9.1996 führt zu armutsbegründenden Altersrenten bei Spätaussiedlern. Deshalb hat die OMV der CDU Nordrhein-Westfalen zum Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen am 1. April 2017 einen Antrag eingebracht, wonach man sich auf Bundesebene für eine verbesserte Anrechnung der im Herkunftsland erworbenen Rentenansprüche einzusetzen sollte. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Medienmitteilung 14. Februar 2019

OMV NRW zum Internationalen Tag der Muttersprache:

Muttersprache ist kulturelles Menschenrecht und Mehrsprachigkeit ein Pfund

Vor 20 Jahren wurde auf Antrag Bangladeschs der 21. Februar von der UNESCO zum Tag der Muttersprache erhoben. Seit dem Jahr 2000 wird er nun offiziell begangen. Dazu erklären der Landesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen Heiko Hendriks und der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper:

„Die Muttersprache ist Trägerin der Kultur und Identität. Deshalb ist die Möglichkeit, sich in seiner Muttersprache ausdrücken zu können und in dieser Sprache eine hochqualitative Bildung zu erlangen, ein kulturelles Menschenrecht. Gerade in der Europäischen Union muss daher gewährleistet sein, dass Angehörige von autochthonen Minderheiten freien Zugang zur Bildung in ihrer Muttersprache haben. Dazu ist es notwendig, dass die Mitgliedsstaaten die Vorgaben der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen erfüllen. Auch muss der Schutz von Minderheiten, ihrer Sprache und Kultur, einen höheren Stellenwert in der Politik und Rechtssetzung der Europäischen Union bekommen. Die Forderung der OMV NRW, einen eigenen Kommissar für Minderheiten und Mehrsprachigkeit einzusetzen, ist daher an dieser Stelle konsequent. Insbesondere die deutsche Minderheit in der nordrhein-westfälischen Partnerregion Oberschlesien war unter dem kommunistischen Regime jahrzehntelang davon betroffen, dass das Erlernen und Benutzen der eigenen Muttersprache unterdrückt wurde. Das Deutsche gilt seither in dieser Region als bedrohte Sprache. Deshalb muss heute die Mehrsprachigkeit als Chance gesehen werden, die sich sowohl für den Völkerverständigungsgedanken als auch für die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft oder Kultur bietet. Die deutsche Minderheit in Polen und die polnisch stämmigen Bürger in Nordrhein-Westfalen sind durch das Erlernen der jeweiligen Muttersprache Brückenbauer, die wir in Zukunft verstärkt brauchen werden, um noch mehr Verständnis füreinander zu schaffen und Europa zusammenzuführen.“

Hintergrund: Vor 20 Jahren, im November 1999, wurde auf Antrag von Bangladesch der 21. Februar von der UNESCO zum Internationalen Tag der Muttersprache erhoben. Seit 2000 wird er auch offiziell begangen. Das Datum erinnert an die Demonstrationen in Pakistan am 21. Februar 1952 gegen den Beschluss der damaligen Regierung, Urdu zur einzigen Amtssprache zu erheben, obwohl für etwa 97% der Bevölkerung Bengalisch die Muttersprache war. Bei diesen Demonstrationen schossen Polizisten auf die Demonstranten, so dass es Todesopfer zu beklagen gab. Der Internationale Tag der Muttersprache wird daher als Symbol gegen die Unterdrückung der Muttersprache und der sprachlichen Selbstbestimmung von Minderheiten sowie als Demonstration für die Sprachenvielfalt begangen. Am 7. Februar 2018 verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung zum Schutz und zur Nichtdiskriminierung von Minderheiten in den Mitgliedstaaten der EU (2017/2937(RSP)), in der es feststellt, dass Minderheitenfragen auf der Agenda der EU keinen ausreichend hohen Stellenwert haben. Gleichzeitig ist das Parlament der Ansicht, dass der EU die Verantwortung zukommt, die Rechte von Minderheiten zu schützen und zu fördern. Es erachtet als erforderlich, den Rechtsrahmen der EU zu verbessern, um die Rechte von Menschen, die Minderheiten angehören, umfassend zu schützen.

Medienmitteilung 5. Dezember 2018

Europawahl 2019: OMV der CDU Nordrhein-Westfalen fordert eigenen Minderheitenkommissar in der EU

Landesdelegiertentagung diskutierte über Erinnerungskultur und Minderheitenrechte in der Europäischen Union

Die Ost-und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Ratingen. Mit einem einstimmigen Votum hat die Landesdelegiertentagung der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen einen Antrag zum Europawahlprogramm der Mutterpartei angenommen. Darin fordert die Vereinigung, dass in Brüssel künftig ein Kommissar für Minderheiten und Sprachenvielfalt eingesetzt wird. Daneben sollen Minderheitenthemen explizit in einem Ausschuss des Europäischen Parlaments verortet werden. „In der Kommission Barroso I hatten wir mit Leonard Orban (Rumänien) bereits einen eigenen Kommissar für Mehrsprachigkeit, insofern ist unsere Forderung nicht aus der Luft gegriffen“, betont OMV-Landesgeschäftsführer Sebastian Wladarz. Er verweist auch darauf, dass Minderheitenthemen heute lediglich in einer „Intergroup“ des Europäischen Parlaments behandelt werden. „Diese Intergroup hat leider keinerlei Kompetenzen und kaum Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf das Europäische Parlament“, beklagt Wladarz. Daher sei es wichtig, dass die Minderheitenthematik auch dort aufgewertet wird. Dieser Vorschlag, so der gebürtige Oberschlesier, sei auch von der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) als Dachverband von Minderheiten sehr begrüßt worden. FUEN-Vizepräsident Habip Oglu bezeichnete die Forderungen der OMV als „richtigen Weg“.

Zuvor hatten Habip Oglu und FUEN-Geschäftsführerin Eva Penzes den Delegierten in einem Diskussionsforum den langen Weg der Europäischen Bürgerinitiative „Minority SafePack“ aufgezeigt. Die Bürgerinitiative hat zum Ziel, die Europäische Kommission dazu zu bewegen, Rechtsakte zu erlassen, welche den Schutz von Minderheiten auf EU-Ebene verbessern sowie die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Union stärken. Dafür wurden europaweit gut 1,1 Millionen gültige Unterschriften gesammelt. Die erforderliche Anzahl von einer Million Unterschriften wurde damit deutlich übertroffen. Nun muss sich die Europäische Kommission mit der Bürgerinitiative beschäftigen. „Angesichts der Tatsache, dass rund 10% der Unionsbürger einer nationalen oder ethnischen Minderheit angehören, erwarten wir, dass sich die Kommission in der Hinsicht bewegt“, so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Ohne Wissen kein Dialog In einem weiteren Forum haben Dr. Marcin Wiatr vom Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung und Prof. Dr. Sebastian Kinder, Präsidialmitglied der deutsch-polnischen Schulbuchkommission, mit den Delegierten über die Zukunft der Erinnerungskultur an Flucht und Vertreibung diskutiert. Vor dem Hintergrund des Abtretens der Erlebnisgeneration rückt die Wissensvermittlung in den Schulen immer stärker in der Fokus. Und genau hier habe die OMV Defizite aufgetan.

„Die Referenten haben im Grunde genommen unsere bisherigen Recherchen bestätigt, dass die schulische Wissensvermittlung über Flucht und Vertreibung der Deutschen in und nach dem zweiten Weltkrieg sowie die Aussiedlung Deutscher aus dem historischen deutschen Osten sowie aus ehemaligen Siedlungsgebieten seit den 70er Jahren bis heute in Nordrhein-Westfalen-Westfalen, aber auch deutschlandweit deutliche Defizite aufweist“, sagt OMV-Landesvorsitzender Heiko Hendriks. In seinem Impulsvortrag verwies Marcin Wiatr auf ein Interview des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit Cornelius Ochmann, in dem dieser die bildungspolitische Entwicklung in Deutschland in dieser Hinsicht gar als „ahistorisch“ bezeichnete. Prof. Dr. Sebastian Kinder flankierte diese Diagnose, in dem er als Geograph feststellte, dass den Schülern schon die geografische Zuordnung von Regionen und Landschaften im historischen Kontext schwer falle. Wiatr, selber in Oberschlesien geboren, stellte schließlich fest: „Ohne Wissen kein Dialog“. Das Wissensdefizit müsse überwunden werden, will man Erinnerungskultur in einen europäischen Kontext einbetten. Dazu könne das deutsch-polnische Schulbuch beitragen. Hiervon sind die ersten drei Bände fertig, bestätigte Prof. Kinder, der vierte Band werde gerade bearbeitet. Dort, so Wiatr, werde gerade das 20. Jahrhundert behandelt und damit das wichtige Kapitel Flucht und Vertreibung. Der Einsatz dieses Buches, das als reguläres Schulbuch zugelassen ist, würde die Thematische Behandlung vieler Aspekte deutlich verbessern, so die Referenten.

Gutes Jahr für die OMV

In seinem Bericht bezeichnete der Landesvorsitzende Heiko Hendriks das vergangene Berichtsjahr als ein Gutes für die OMV. Die NRW-Koalition unter Ministerpräsident Armin Laschet habe wieder ein positives Klima der Zusammenarbeit mit den Verbänden der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten etabliert. „Stück für Stück arbeitet die Landesregierung den Koalitionsvertrag ab“, sagte der Mülheimer. Als Beispiele nannte er u.a. die Erhöhung entsprechender Haushaltsmittel sowie die Stärkung der Erinnerungskultur. „Die Forderungen, welche die OMV Nordrhein-Westfalen besonders im Wahlkampf artikuliert hat, werden insbesondere auch durch unseren Ministerpräsidenten wohlwollend begleitet und das zusätzlich mit den Stimmen von CDU,SPD, Grünen und FDP auf Antrag von CDU/FDP die die Mittel für die Kulturarbeit gemäß § 96 BVFG erhöht worden sind, zeigt deutlich, dass es auch eine breite politische Mehrheit für die Belange der deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler auch im nordrhein-westfälischen Landtag gibt“, zeigte sich Hendriks zufrieden.

Medienmitteilung 23. November 2018

OMV der CDU NRW gratuliert Rafał Bartek zur Wahl

Am 21. November wurde der Vorsitzende der Sozialkulturellen Gesellschaft der Deutschen in der Woiwodschaft Oppeln Rafa Rafał Bartek zum Vorsitzenden der Provinzversammlung (Sejmik) der Woiwodschaft gewählt. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Ost-und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU NRW Heiko Hendriks:

„Ich gratuliere Rafał Bartek sehr herzlich zu seiner Wahl. Unser Vorstand, der gerade vorgestern Tagte, hat die Nachricht mit sehr viel Freude und Zufriedenheit aufgenommen. Dass dieses herausgehobene Amt, mit seiner ausgleichenden und vermittelnden Funktion, an die deutsche Minderheit geht, ist sicherlich ein Zeichen dafür, dass die Deutschen im Oppelner Land vertrauenswürdige und insbesondere verlässliche politische Partner sind. Dies haben sie mittlerweile über Jahrzehnte der kommunal- und regionalpolitischen Mitwirkung unter Beweis gestellt. Die Deutschen waren immer bereit, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen. Auch in dieser Wahlperiode des Oppelner Sejmik sind sie wieder in einer Koalitionsregierung mit Koalicja Obywatelska und Polskie Stronnictwo Ludowe eine mitbestimmende Kraft. Dies wird nun zu Recht honoriert. Für das neue und verantwortungsvolle Amt wünscht unser Vorstand Herrn Bartek alles Gute, eine glückliche Hand und stets Gottes reichen Segen!“

Medienmitteilung 15. September 2018

Düsseldorf, Donnerstag, 15. September 2018

 

Landestagung der OMV NRW in Ratingen:

"Geschichtsunterricht, Minderheitenrechte und deutsch-russische Beziehungen"

Die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Auch bei ihrer diesjährigen Landesdelegiertentagung nimmt die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) der CDU Nordrhein-Westfalen wieder wichtige Themenfelder in den Fokus. Die Vereinigung, die sich um die Belange der Heimatvertriebenen, (Spät)Aussiedler und deutschen Minderheiten kümmert tagt am 1. Dezember 2018 ab 11:00 Uhr im Relexa-Hotel Düsseldorf/Ratingen. Neben dem Bericht des Vorstandes stehen drei inhaltliche Foren auf der Tagesordnung. Im ersten Forum soll die Frage erörtert werden, wie zukünftig Erinnerungskultur gestaltet werden kann vor dem Hintergrund, dass die Erlebnisgeneration abtritt. „Erinnerungskultur kann nur funktionieren, wenn in den Schulen Wissensvermittlung über das Thema Flucht und Vertreibung stattfindet. Hier hat die OMV in Nordrhein-Westfalen erhebliche Defizite ausgemacht“, sagt der Ratinger Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Sebastian Wladarz, Landesgeschäftsführer der OMV. Mit Dr. Marcin Wiatr vom Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung und Prof. Dr. Sebastian Kinder (Uni Tübingen), Präsidialmitglied der deutsch-polnischen Schulbuchkommission sollen daher die Anforderungen an eine Wissensvermittlung auch im bilateralen und europäischen Kontext besprochen werden. Vor dem Hintergrund der Europawahl 2019 will die OMV im zweiten Forum weiterhin das Thema Minderheitenrechte behandeln. Wladarz: „Der Erfolg der europäischen Bürgerinitiative Minority SafePack zeigt, dass die Minderheiten in Europa ernst genommen werden wollen. 1,2 Mio. Unterschriften für die Stärkung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa sind ein deutliches Zeichen seitens der 50 Millionen Bürger in Europa, die einer Minderheit angehören.“ Daher habe man im Hinblick auf die kommende Europawahl Vertreter der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), der Initiatorin der Minority SafePack-Initiative, eingeladen. Mit den stellvertretenden Präsidenten Bernhard Ziesch (sorbische Minderheit) und Halit Habip Oglu (Westthrakientürke) sollen die Vorschläge der Bürgerinitiative für die Rechtssetzung auf europäischer Ebene diskutiert werden. Zu der Thematik wollen die OMV-Delegierten auch einen Antrag für das CDU-Europawahlprogramm verabschieden. Darin soll gefordert werden, dass für Mehrsprachigkeit und Minderheiten ein eigener EU-Kommissar berufen und die Themen auch in einem Parlamentsausschuss verortet werden. Zum Abschluss der Tagung wird es auch um die Rolle junger, mehrsprachiger (Spät)Aussiedler in den bilateralen Beziehungen gehen. Marija Ruzhitskaya ist Co-Vorsitzende des Alumnivereins des Deutsch-Russischen Jugendparlaments und engagiert sich als Deutsche aus Russland in den deutsch-russischen Beziehungen. Sie wird von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. „Die meisten (Spät)Aussiedler sind zweisprachig. Damit bilden sie eine große menschliche und sprachliche Brücke in ihre Herkunftsstaaten. Ihr Engagement bildet die Basis für eine stabile gesellschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen den Ländern“, weiß der Oberschlesier Wladarz, der selbst in der Zusammenarbeit mit Polen aktiv ist. OMV-Landesvorsitzender Heiko Hendriks freut sich: „Wir können unseren Delegierten und Gästen wieder ein umfangreiches inhaltliches Angebot präsentieren. Unsere Themen sind aktuell und interessant. Wir laden daher jeden dazu ein, sich in unserer Vereinigung zu engagieren.“

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