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Merkblatt zur Kulturförderung

Merkblatt

zur Kulturförderung der Vertriebenen und Flüchtlinge

 

1. Welche Zwecke und Anlässe werden gefördert?

Grundsätzlich gefördert werden Vortragsveranstaltungen, Arbeitstagungen, Ausstellungen und Begegnungen im Inland und Herkunftsland, die Einrichtung und Ausstattung von Kultur- und Begegnungsstätten im Herkunftsland, der Austausch von Kulturgütern mit dem Herkunftsland sowie Veröffentlichungen wissenschaftlicher und künstlerischer Art.

Grenzüberschreitende Maßnahmen, die Personen, Institutionen oder Kulturgüter des Herkunftslandes einbeziehen, werden bevorzugt. Im Einzelnen handelt es sich insbesondere um

Veranstaltungen, bei denen Staatangehörige der Herkunftsländer beteiligt sind,

Ausstellungen mit Ortswechsel zwischen In- und Herkunftsland,

zeitweiligen oder dauernden Austausch von Kulturgütern mit dem Herkunftsland und

die Einrichtung und Ausstattung von Kultur- und Begegnungsstätten im Herkunftsland. 

 

2. Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind

Personal- und Sachausgaben, soweit sie nicht dem Bereich der allgemeinen Weiterbildung oder der allgemeinen politischen Bildung zuzurechnen sind.

Erst-, Ersatz- und Ergänzungsbeschaffung von Einrichtungsgegenständen für Kultur- und Begegnungsstätten im Herkunftsland.

 

3. Wer kann die Förderung beantragen?

Beantragt werden kann die Förderung von natürlichen Personen, juristischen Personen des privaten Rechts und nicht rechtsfähigen Personenvereinigungen des privaten Rechts mit den unten hinterlegten Anträgen in jeweils zweifacher Ausfertigung.

 

4. Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Bei der Art der Projektförderung handelt es sich um eine Anteilsfinanzierung:

Die Förderung beträgt bis zu 75% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Eine Bagatellgrenze liegt bei 500 €.

 

 

Bemessungsgrundlage:

(1) Für die Förderung von Vortragsveranstaltungen, Arbeitstagungen, Ausstellungen und Begegnungen ist es zur Förderung des Projektes sehr wichtig, angemessene Teilnehmerbeiträge und Entgelte zu erheben. Ausnahmen können in begründeten Einzelfällen gemacht werden. Halten Sie deswegen am besten Rücksprache mit der jeweils zuständigen Behörde.

(2) Für die Referentinnen und Referenten ist es möglich, eine Erstattung der Reisekosten in Höhe der jeweils für die Landesbediensteten geltenden Bestimmungen (bspw. Landesreisekostengesetz) zu beantragen. Fragen Sie auch hier am besten bei der jeweiligen Behörde nach den entsprechenden Anforderungen und Nachweisen nach.

(3) Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei Veranstaltungen im Ausland sowie bei Veranstaltungen im Inland, werden für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fahrkosten in Höhe von maximal 50% der Kosten für eine Bahnfahrkarte 2. Klasse (Gruppenfahrt) als zuwendungsfähig anerkannt.

(4) Ausgaben für die Honorare von Referentinnen und Referenten können bis zu folgenden Höchstbeträgen als zuwendungsfähig anerkannt werden:

o 30,68 € je Stunde (45 Minuten) für einen einfachen Vortrag oder für die Leistung von Diskussionen und Arbeitskreisen, die sich an Vorträge oder Berichte anschließen;

o 61,36 € je Stunde (45 Minuten) für Vorträge und Berichte einschließlich der Leistung von Diskussionen, die eine aufwendige Vorbereitung erfordern;

o 153,39 € je Stunde (45 Minuten) für besonders qualifizierte Vorträge (z.B. durch Hochschullehrerinnen und -lehrer) 

(5) Für Darbietungen künstlerischer Art und Dolmetscherleistungen gelten die vorstehenden Honorarsätze ebenfalls. Darüber können auch hier Fahrkosten als förderungswürdig, wie unter Punkt (3) beschrieben, beantragt werden.

o Für Künstlergruppen gilt der Höchstsatz von 153,39 € je Stunde (45 Minuten) pro Person, maximal jedoch ein Höchstbetrag von 5112,92 €.

o Für Laiengruppen sind Pauschalhonorare zuwendungsfähig und zwar für Gruppen mit bis zu 20 Mitgliedern mit maximal 255,65 €. Die Pauschale kann für jedes weitere Mitglied um 12,78 € erhöht werden. Darüber hinaus können Fahrkosten, wie unter Punkt (3) beschrieben, geltend gemacht werden. Ausnahmen kann die Bewilligungsbehörde in begründeten Einzelfällen zulassen. 

o Zur Deckung der eigenen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Ausgaben zur Vorbereitung können im Einzelfall zusätzlich bis zu 15% der anerkannten Gesamtkosten – höchstens jedoch 766,94 € - bei Glaubhaftmachung in die Förderung einbezogen werden.

 

5. Antragsverfahren

Die Anträge sind für das 1. Halbjahr jeweils bis zum 30. November des Vorjahres, für das 2. Halbjahr bis zum 31. Mai einzureichen. Es muss unbedingt der jeweils zutreffende, unten herunterladbare Musterantrag in zweifacher Ausfertigung eingereicht werden.

Die zuständige Bewilligungsbehörde ist:

o Für Maßnahmen, die in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden sollen, die für den Sitz der Antragstellerin oder des Antragstellers jeweils zuständige Bezirksregierung:

    • Bezirksregierung 

Düsseldorf

Köln

Arnsberg

Münster

Detmold

o Für Maßnahmen von Antragstellerinnen und Antragstellern, die ihren Sitz außerhalb Nordrhein-Westfalens haben, die Bezirksregierung Düsseldorf.

o Für Maßnahmen in

    • Rumänien die Bezirksregierung Arnsberg,
    • Russland die Bezirksregierung Detmold,
    • Polen die Bezirksregierung Köln,
    • Allen übrigen Staaten Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas sowie für Maßnahmen, bei denen mehrere Bezirksregierungen zuständig wären, die Bezirksregierung Münster.

Ein Verwendungsnachweis ist in deutscher Sprache und deutscher Währung spätestens innerhalb von 2 Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes mit einem standardisierten Formular, welches Sie bei einer Bewilligung erhalten sollten, sofern wir es Ihnen hier nicht schon zur Verfügung stellen können, einzureichen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei der zuständigen Behörde nach, denn es ist sehr wichtig, dass Sie den Verwendungsnachweis anschließend einreichen.

Bei Erstattungsansprüchen kann die Behörde von einer Erstattung absehen, wenn der zurückzufordernde Betrag 153,39 € bzw. der Zinsanspruch 25,56 € im Einzelfall nicht übersteigt.

Wichtig: Wir empfehlen Ihnen bei Unklarheiten, wenn Sie z.B. nicht genau wissen, wie Sie einen bestimmten Sachverhalt angeben sollen, immer Rücksprache mit der jeweiligen Behörde vor Einreichung des Antrages zu halten, weil hinterher keine Änderungsmöglichkeiten mehr bestehen und der Antrag im Zweifelsfall abgelehnt werden wird.

 

6. Kontakt

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen bei der jeweiligen Bezirksregierung: 

 

Düsseldorf:

o Kevin Cheema

o Tel.: 0211 475 - 4763

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Köln:

o Frau Niederehe

o Tel.: (49)0 221 - 147 2632

Arnsberg:

o Claudia Röper

o Tel.: 02931 - 82-2937

o E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Münster:

o Thomas Kerkering

o Tel.: 0251 - 4 11 43 73

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Detmold:

o Karin Heggemann

o Tel.: 05231 - 71-2453

 

7. Anträge

Hier finden Sie die Anträge für die jeweils zuständige Bezirksregierung. Bitte bedenken Sie, dass Sie unbedingt immer diese standardisierten Anträge in zweifacher Ausfertigung einreichen müssen. 

 

Für die Bezirksregierung:

 

Düsseldorf

o Antrag für die Bezirksregierung Düsseldorf

 

Köln

o Antrag für die Bezirksregierung Köln

o Auszahlungsanforderung für die Bezirksregierung Köln

o Verwendungsnachweis für die Bezirksregierung Köln

 

Arnsberg

Antrag für die Bezirksregierung Arnsberg

 

Münster

o Antrag für die Bezirksregierung Münster

 

Detmold

o Antrag für die Bezirksregierung Detmold

o Verwendungsnachweis für die Bezirksregierung Detmold

 


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