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Bundestagung 2015

Berlin, 27. November 2015

Grütters: Flucht und Vertreibung Teil deutscher Identität

Neuer OMV-Bundesvorstand komplett

Auf der Bundesdelegiertentagung der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, die in diesem Jahr unter dem Leitwort „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute" steht, sprach auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB.

Sie berichtete u.a. über Eckpunkte der im Entstehen begriffenen, neuen Konzeption für die Kulturförderung nach § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes (BVFG). Für die Arbeit in diesem Förderbereich habe der Deutsche Bundestag mit dem heutigen Beschluss des Bundeshaushaltsgesetzes für 2016 einmalig 22 Mio. Euro zusätzliche Mittel bereitgestellt. Dadurch könnten z.B. drei neue Kulturreferenten ermöglicht werden und zwar für die Bereiche Oberschlesien, für die Deutschen aus Russland sowie für Siebenbürgen.

Flucht und Vertreibung bezeichnete Grütters als wichtigen Teil deutscher Identität. Es sei ein besonderes Verdienst auch des Einsatzes der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler in der OMV, dass heute wieder vorbehaltlos an die vielen davon betroffenen Schicksale erinnert werden könne.

Nachdem schon früher am Tage Helmut Sauer (Salzgitter) mit großer Mehrheit erneut zum OMV-Bundesvorsitzenden wiedergewählt worden war, erbrachten die weiteren Vorstandswahlen folgende Ergebnisse:

Zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurden gewählt: Rüdiger Goldmann (Düsseldorf, NRW), Christa Matschl (Erlangen, Bayern), Gudrun Osterburg (Frankfurt, Hessen), Egon Primas MdL (Nordhausen, Thüringen) und erstmals Heiko Schmelzle MdB (Norden, Niedersachsen).

Zu Beisitzern wurden gewählt: Adolf Braun (Sachsen), Ulrich Caspar MdL (Hessen), Dr. Bernd Fabritius MdB (Bayern), Paul Hansel (Bayern), erstmals Werner Jostmeier MdL (NRW), Stephan Krüger (NRW), Fedor M. Mrozek (Schleswig-Holstein) und Christoph Zalder (Baden-Württemberg).

Schatzmeisterin bleibt Iris Ripsam (Baden-Württemberg). Als Hauptgeschäftsführer wurde Dipl.-Vw. Klaus Schuck (NRW) wiedergewählt.

Außerdem dem OMV-Bundesvorstand angehörig sind das einzige Ehrenmitglied Dr. Sieghard Rost (Bayern) sowie der Vorsitzende des Arbeitskreises ehemaliger politischer Häftlinge der SBZ/DDR in der CDU/CSU Heinz Greifenhain (Niedersachsen).


 

   
   Stephan Krüger    Rüdiger Goldmann    Werner Jostmeier Delegierte der OMV NRW 

 

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Berlin, 27. November 2015

Lammert: Heutige Herausforderungen müssen bewältigt werden wollen

Helmut Sauer (Salzgitter) erneut zum OMV-Bundesvorsitzenden gewählt

Soeben ist auf der Bundesdelegiertentagung der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge – im Berliner Konrad-Adenauer-Haus der ehemalige langjährige Bundestagsabgeordnete Helmut Sauer (Salzgitter) mit großer Mehrheit zum Bundesvorsitzenden der in der CDU/CSU organisierten Vereinigung der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler wiedergewählt worden. Sauer wird somit auch seine Arbeit im CDU-Bundesvorstand fortsetzen können, dem er nun seit fast 26 Jahren angehört.

 

In seiner ausführlichen Rede ging Helmut Sauer auf sämtliche wichtigen Bereiche der Vertriebenen- und Aussiedlerpolitik ein. Zum fortwährend aktuellen Leitwort der Bundesdelegiertentagung „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute" erklärte er: „Die Menschheit hat aus unserem Schicksal leider wenig gelernt." Auch wenn deutsche Vertriebene und aktuelle Flüchtlinge nicht vergleichbar seien, müssten Vertreibungen nach wie vor geächtet und könnten Fluchtursachen nur in breiter, internationaler Solidarität bekämpft werden. Für den Rückhalt, den die Vertriebenen mit ihren berechtigten Anliegen in den Unionsparteien aus CDU und CSU genießen, dankte Sauer herzlich.

 

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert MdB (CDU) erinnerte in seiner Ansprache an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren, als Deutschland zerstört und auch am moralischen Tiefpunkt war. Vor diesem Hintergrund sei auch der Einsatz der Vertriebenen für den Wiederaufbau Deutschlands nicht genug zu würdigen. Mit Bezug auf die derzeitige Situation erklärte er: „Dass die Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, größer wären als die damaligen, kann ich nicht erkennen." Gerade die eigene Geschichte zeige, dass Deutschland den aktuellen Aufgaben gewachsen sei, wenn nur der Wille vorhanden sei.

 

Auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in der CDU/CSU-Bundestagfraktion Gerda Hasselfeldt MdB (CSU) lobte das seit Jahrzehnten ungebrochene Engagement der deutschen Vertriebenen, Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler für ihre Anliegen. Moralisches Fundament dieser Arbeit sei die Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die sie als „großartigstes Versöhnungswerk in der europäischen Nachkriegsgeschichte" bezeichnete. Im Hinblick auf die Situation von Flucht und Vertreibung damals und heute betonte sie, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Landsleute nach Deutschland gekommen seien. Dies dürfe nicht vergessen werden. 

   
 Bundestagung 2015     Heiko Hendriks MdL  und Prof. Dr. Norbert Lammert MdB  
      Helmut Sauer    

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